Netzgänger

Cybermobbing, Preisgabe privater Informationen, Betrug, Posts, die einen sein Leben lang verfolgen – all dies sind potenzielle Gefahren, die besonders für Kinder im Internet lauern. Um die Zehn – bis Zwölfjährigen vor Derartigem zu schützen, haben Roman Eberth und Dr. Roland Baumann mit der Otto-Friedrich-Universität Bamberg das Netzgängerprojekt als Medienpräventionsarbeit 2009 ins Leben gerufen. 

Denn momentan besteht ein großer Bedarf für ein solches Projekt: Zehn- bis Zwölfjährige sind auf technischer Ebene mit Smartphones oder Tablets vertraut, aber anders sieht es auf der inhaltlichen, rechtlichen und ethischen Ebene aus. Damit die Kinder und Jugendliche einen verantwortungsbewussteren Umgang mit den digitalen Medien erlernen, ist permanente Medienerziehung wichtig. Ziel des Netzgängerprojekts ist die bewusste, möglichst sichere Nutzung von Internet, Netzwerken und Smartphones.

Da Kinder in der Regel Tipps von Jugendlichen besser annehmen als von Eltern und Lehrern, werden den Kindern anhand von vier Workshops folgende Inhalte von älteren SchülerInnen nähergebracht:

  • Mein Digitales Ich!: Erklärung über die überlegte Freigabe von privaten Informationen
  • Verzockt?: Aufklärung über Sucht im Internet
  • Resp@kt!: Informationen über Cybermobbing
  • Bist du sicher?:  Auskunft über den rechtlichen Umgang im Internet und Kennzeichen von Abofallen

Das Netzgängerprojekt ist am Gymnasium Münchberg in der Oberstufe als P-Seminar belegbar, bei dem man lernt Wissen gut an Jüngere weiter zu geben und selbst über eigenes Medienverhalten reflektiert.

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