Geschichte der Kantine

Cookerei, Menueat, Biostro, PiKant, Tabula, Backala – dies waren noch längst nicht alle Namensvorschläge für die Kantine des Gymnasium Münchberg, welche am 27. September 2005 ihre Eröffnung mit dem ersten PiKant-Essen in der neuen Küche feierte. Doch bis dahin war es ein langer Weg. Da die SchülerInnen durch den Nachmittagsunterricht immer länger in der Schule sind, reicht ein normales Pausenbrot nicht mehr, um sie während der Schulzeit zu versorgen. Studiendirektor Elmar Hofmann war es ein Anliegen, hier Abhilfe zu schaffen, und wurde so zum Initiator des Kantinenprojekts. Auf seine Anregung und Vorplanung hin wurde im April 2004 ein Antrag an die Regierung in Oberfranken, über das Landratsamt Hof, für eine Schulkantine am Gymnasium Münchberg gestellt. In den darauffolgenden zwei Monaten wurden Informationsgespräche mit der Schulleitung, den SchülerInnen, dem Elternbeirat und dem Landratsamt geführt, damit im Juli ein erweiterter Antrag an die Regierung Oberfranken gesendet werden konnte. Im August 2005 wurde endlich mit dem Bau der Kantine begonnen. Diese sollte in der ehemaligen Abteilung Werken, also im Übergang von der Turnhalle zur Schule, entstehen. Sie sollte mindestens für 100 Personen Platz bieten und eine kleine Sportplatz-Terrasse haben, außerdem sollten die Lieferwege möglichst kurz sein. Bereits in der zweiten Septemberwoche baute die Firma Matthes die Küche ein und in der dritten Septemberwoche wurde die Kantine mit Tischen und Stühlen ausgestattet. Der Bau unserer PiKant wurde durch SAT-Gelder und dem Investitionsprogramm Zukunft, Bildung und Betreuung: Jetzt oder nie (IZBB) finanziert.

Seit Anfang an ist Gabi Ruckdeschel ein fester Bestandteil der Kantine, sie betreute bis zur Einführung des G8 die Arbeitsgruppe „Schüler kochen für Schüler“. 20-40 SchülerInnen waren begeisterte Mitglieder der Gruppe und halfen beim Kochen, Dekorieren der PiKant und der Essensausgabe. Obwohl während der Schulzeit schon viel Arbeit anfiel, fand man trotzdem Zeit Veranstaltungen zu organisieren und auszutragen, wie zum Beispiel die Verabschiedung des Schulleiters oder runde Lehrergeburtstage. Dies brachte nicht nur Leben in die Schulkantine, sondern half auch finanziell. Mit der Einführung des G8 brauchte die Kantine mehr Fachpersonal, da die SchülerInnnen keine Zeit mehr hatten in der PiKant mitzuhelfen, und so wurde Renate Hacker ein Teil des Kantinen-Teams. Seitdem arbeiten in der Kantine auch Auszubildende und Praktikanten aus Ahornberg. 2014 führt das Kantinenteam den Pausenverkauf ein und verkauft dort leckere und gesunde Verpflegung für SchülerInnen und Lehrer. Zudem werden immer wieder Kurse für die SchülerInnen des Ganztags veranstaltet, wie zum Beispiel Plätzchen backen in der Weihnachtszeit.

Seit der Eröffnung unsere PiKant lassen sich täglich durchschnittlich 100 SchülerInnen ihr Essen schmecken. Eine Besonderheit unserer Kantine ist es, dass sowohl SchülerInnen als auch Lehrer dort gemeinsam essen.

Ob die Aktion „Schüler kochen für Schüler“ im neuen neunjährigen Gymnasium wieder auflebt, steht noch in den Sternen.

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