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Besuch der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg

Am Montag, den 24. Juni, besuchte die neunte Jahrgangsstufe unter der Leitung von Frau Burger, Herrn Grimm, Herrn Friedrich und Herrn Höbelt die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg. Nach der Ankunft in der kleinen Stadt mit 1.700 Einwohnern teilten sich die einzelnen Klassen auf und begannen ihre Führungen.

Zunächst wurde auf dem Appellplatz, auf dem die Häftlinge zweimal täglich antreten und gezählt werden mussten, die generelle Geschichte des Konzentrationslagers erläutert. Anschließend wurden die Schülerinnen und Schüler durch das Waschhaus geführt, wo die neuen Häftlinge das erste Mal gedemütigt wurden, indem sie sich komplett entkleiden und ihre Haare scheren lassen mussten.

Der Gruppenleiter zeigte den Neuntklässlerinnen und Neuntklässlern den heutigen Ehrenfriedhof, der früher als Aufenthaltsort für sowjetische Kriegsgefangene, später als Quarantäne-Station und „Sterbe-Block“ diente. Danach stiegen die Schülerinnen und Schüler hinab in das „Tal des Todes“. Dieser Ort erhielt seinen Namen, weil sich dort zum einen das Krematorium befand, in dem unzählige Leichen verbrannt wurden, und zum anderen viele Massenerschießungen stattfanden. Auch die dortige Kapelle, die in der Nachkriegszeit aus dem Material des „Tals des Todes“ errichtet wurde, wurde besichtigt.

Zum Schluss wurde ihnen noch das Arrestgebäude im Lager gezeigt, in dem unter anderem der berühmte Pastor und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus, Dietrich Bonhoeffer, inhaftiert und ermordet wurde. Nach einer anschließenden Getränkepause, die auch für einen selbstständigen Rundgang über das Gelände der KZ-Gedenkstätte genutzt werden konnte, traten die Schülerinnen und Schüler die Rückfahrt zum Gymnasium an.

Der Besuch einer Gedenkstätte wie Flossenbürg ist wichtig, um die Geschichte des Nationalsozialismus und die Schrecken des Holocausts besser zu verstehen. Solche Exkursionen bieten den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, sich intensiv mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen und das im Unterricht Gelernte zu vertiefen. Auch wenn diese grausamen Ereignisse aus heutiger Sicht nicht vollständig nachzuvollziehen sind, so kann der direkte Kontakt mit historischen Stätten doch zur Aufklärung beitragen und verhindern, dass dieses dunkle Kapitel deutscher Geschichte in Vergessenheit gerät. 

Nicole Pankalla (9c)