Eine „bombige“ Exkursion oder die Abenteuer des Bahnverkehrs

Bei dieser Exkursion interessierter Schülerinnen und Schüler unseres Gymnasiums gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern des Kurses „Ausgewählte Probleme aus der Mathematik und Physik“ der Regionalen Begabtenförderung Oberfranken kamen wir in den Genuss, den äußerst kurzfristig eingerichteten Schienenersatzverkehr zwischen dem Hofer Hauptbahnhof und Plauen oberer Bahnhof testen zu dürfen. Trotz Gruppenanmeldung war es der Mitteldeutschen Regiobahn nicht möglich, über eine automatisch verschickte Nachricht per e-mail oder SMS über den Schienenersatzverkehr zu informieren – der Aufwand sei zu groß. Statt um 06.10 Uhr mussten wir uns bereits um 05.40 Uhr am Samstagmorgen (19. September 2026) am Hofer Hauptbahnhof treffen. Nach Umstiegen in Plauen oberer Bahnhof in den Zug und in Dresden Mitte in die Straßenbahn erreichten wir pünktlich kurz vor 10 Uhr die Technischen Sammlungen. Im dortigen Schülerlabor des Deutschen Zentrums für Luft und Raumfahrt (DLR) / der Technischen Universität Dresden standen vier Versuche zur Auswahl:
„Ultraleicht und doch stabil – wie Faserverbundwerkstoffe helfen, leichtere Autos zu bauen“,
„Energie speichern, aber wie?“ – Superkondensatoren (Supercaps),
„Wasserstoff und Elektrolyse“ sowie „Astronautennahrung“.

Pro Teilnehmerin / Teilnehmer konnten zwei Versuche gewählt werden.
Im Anschluss an die Versuche wurden die Ausstellungen der Technischen Sammlungen Dresden besichtigt, die leider am 2. November 2026 für längere Zeit wegen notwendiger Sanierungen geschlossen werden.
Die Rückfahrt war „bombig“ bzw. äußerst abenteuerlich. Kurz vor Zwickau Hbf. erfolgte im Zug eine Durchsage, dass der Zug wegen eines Bombenfunds in Plauen bereits in Zwickau Hbf. enden würde. Die Weiterfahrt nach Plauen (!) solle mit der Regionalbahn der Linie 2 der Vogtlandbahn erfolgen (diese nutzte das gleiche Gleis nach Plauen, wie es der Regionalexpress der Mitteldeutschen Regiobahn auch genutzt hätte – nicht immer erschließt sich dem Bahnnutzer die Sinnhaftigkeit so mancher Entscheidungen). Der Anschluss an den Schienenersatzverkehr in Plauen war selbstverständlich nicht gegeben, Bahnpersonal nicht auffindbar. Der nachfolgende Ersatzverkehr hatte dann auch noch Verspätung, so dass sich unser nächtlicher Aufenthalt am Bahnhof in Plauen sogar noch unnötigerweise ausdehnte. Zu unserem Erstaunen kamen wir dann doch noch am Hofer Hauptbahnhof wieder an.
Wie üblich wurde die Fahrt mit dem Zug z. T. für die Beschäftigung mit mathematischen oder physikalischen Problemen genutzt.
An dieser Stelle sei dem Team des Schülerlabors, insbesondere seiner Leiterin Frau Dr. Janina Hahn, für die interessanten Versuche und deren Organisation ganz herzlich gedankt.