Fachkonzept Informatik

 

Das Fach Informatik

Seit der Einführung des achtstufigen Gymnasiums stellt das Fach Informatik eine wichtige Säule im MINT-Fächerkanon (Mathematik-Informatik-Naturwissenschaft-Technik) am Gymnasium dar. Die wesentlichen Inhalte und Ziele des Faches werden in der Ebene 2 des Lehrplans treffend dargestellt:

Durch die schnelle Entwicklung der Informationstechnologie und die weltweite Vernetzung steht heute jedem der Zugang zu einer gewaltigen Menge von Daten offen. Gleichzeitig kommen überall   im beruflichen und privaten Leben, in Wissenschaft und Wirtschaft komplexe Systeme zur Informationsverarbeitung zum Einsatz. Ihre Leistungsfähigkeit und der Ausbau ihrer Möglichkeiten bestimmen oft die Weiterentwicklung in Wirtschaft, Technik und modernen Wissenschaften.

Informations-gesellschaft

In der Informatik verwendete Techniken wie das Strukturieren oder systematische Zerlegen komplexer Systeme in überschaubare Teile, aber auch das Formalisieren und Interpretieren fördern bei den Schülern die Abstraktionsfähigkeit und das schnelle Erfassen logischer Zusammenhänge. Dies schult die Konzentration auf das Wesentliche und fördert ein flexibles, eigenständiges, zielgerichtetes Lösen von Problemen.

Abstraktionsfähigkeit

Die Schüler beschäftigen sich mit zunehmend komplexeren, umfangreichen und praktisch relevanten Aufgabenstellungen und erfahren so, dass für deren Lösung Partner- und Teamarbeit oft von entscheidendem Vorteil sind und dass dabei die Zuverlässigkeit des Einzelnen gefordert ist. Gleichzeitig wird dabei die Bereitschaft der Jugendlichen gestärkt, Verantwortung zu übernehmen und die eigenen Ansichten und Ideen vor anderen zu vertreten.

Teamarbeit und soziale Kompetenz

Als Werkzeug zur Umsetzung und effizienten Durchführung der erarbeiteten Lösungsstrategien steht im Informatikunterricht jedem Schüler ein eigener Computer zur Verfügung. Dies kommt der Freude der Kinder und Jugendlichen am kreativen Gestalten und am Experimentieren entgegen. Gleichzeitig werden die für den erfolgreichen Einsatz des Computers nötige Sorgfalt und Genauigkeit von Anfang an eingefordert und geübt.

Arbeitsstil

Kompetenzen

Im Jahr 2008 wurden von der InhaltsbereicheGesellschaft für Informatik (GI) die Bildungsstandards für Informatik für die Sekundarstufe I definiert. Diese nennen die Kompetenzen, die die Schülerinnen und Schüler unter den Rahmenbedingungen des Informatikunterrichts erwerben sollen. Dazu sind die Standards in fünf Inhalts- und fünf Prozessbereiche unterteilt. Die Inhaltsbereiche charakterisieren mindestens zu erwerbende fachliche Kompetenzen. Die Prozessbereiche beschreiben, auf welche Art und Weise die Schülerinnen und Schüler mit den genannten Fachinhalten umgehen sollen.

Im Informatikunterricht kommen die Schülerinnen und Schüler häufig mit dem informatischen Problemlöseprozess in Berührung:

Informatorischer Problemlösungsprozess

Bei der Modellierung werden vor allem Konzepte der objektorientierten Modellierung (OOM) verwendet. Diese Konzepte ziehen sich somit als roter Faden durch den Lehrplan und bilden im Wesentlichen das Grundwissen des Faches Informatik. Bei der Verarbeitung des Modells kommen geeignete und altersgerechte Programmierumgebungen (z.B. Scratch, Robot Karol, BlueJ) zum Einsatz, die es den Schülerinnen und Schülern ermöglichen, ihr Modell zu implementieren, die Lösung zu interpretieren und dadurch Rückschlüsse auf das gestellte Problem zu ziehen. Zur Erhöhung der Eigenarbeit stehen jeder Schülerin und jedem Schüler ein PC im Informatik-Unterricht zur Verfügung. Dadurch ist auch die individuelle Förderung leistungsstarker und leistungsschwacher Schülerinnen und Schüler möglich.

Informatik am Gymnasium Münchberg

SG, NTG

(Schwerpunkt   Informatik im Fach Natur und Technik)

NTG

(Informatik)

Jgst. 6

Jgst. 7

Jgst. 9

Jgst. 10

Q11

Q12

  • Information und ihre   Darstellung
  • Informations-darstellung   mit Grafik-, Text- und Multimedia-Dokumenten
  • Hierarchische   Informations-strukturen
  • Vernetzte Informations-strukturen   – Internet
  • Austausch von   Informationen –      E-Mail
  • Beschreibung von   Abläufen durch Algorithmen
  • Funktionen und   Datenflüsse; Tabellen-kalkulations-Systeme
  • Daten-Modellierung und Datenbank-systeme
  • Objekte und Abläufe
  • Generalisierung und   Spezialisierung
  • Komplexeres   Anwendungs-Beispiel
  • Rekursive   Daten-Strukturen
    • Listen
    • Bäume als spezielle  Graphen
  • Softwaretechnik
  • Kommunikation mit dem Rechner
  • Kommunikation und Synchro-nisation von Prozessen
  • Funktionsweise eines Rechners
  • Grenzen der Berechenbarkeit

1 WS

1 WS

2 WS1

2 WS1

3 WS

3 WS

WS: Wochen-         stunden

Wahlunterricht

Robotik

  • 12-15 Teilnehmer
  • LEGO Mindstorms-Roboter
  • Teilnahme an Wettbewerben (FIRST LEGO League, RoboCup)

SG: Sprachliches Gymnasium

NTG: Naturwissenschaftlich-         technologisches Gymnasium

1 Kurzarbeiten als doppelt gewichteter kleiner Leistungsnachweis

Abitur

  • schriftlich
  • Kolloquium

Eingeführte Schulbücher:

  • Jahrgangsstufen 6 und 7: „Ikarus - Natur und Technik, Schwerpunkt Informatik“, Oldenbourg-Verlag
  • Jahrgangsstufe 9: „Informatik I“, Oldenbourg-Verlag
  • Jahrgangsstufe 10: „Informatik 10“, Duden Paetec-Verlag
  • Jahrgangsstufe Q11: „Informatik Oberstufe 1“, Oldenbourg-Verlag
  • Jahrgangsstufe Q12: „Informatik Oberstufe 2“, Oldenbourg-Verlag